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Bochum: Handy-Ärger! Schule zieht die Reißleine

Schüler in Bochum müssen sich auf Veränderungen einstellen: Eine Schule in der NRW-Stadt verbietet Handys. Welche das ist, erfährst du HIER.

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Perle im Westen: Das ist die Stadt Bochum

Wir stellen Dir in diesem Video Bochum, die sechstgrößte Stadt NRWs, vor.

In Ländern wie Italien, Luxemburg, Frankreich und den Niederlanden gibt es bereits ähnliche Regelungen – und ab dem kommenden Schuljahr setzt nun auch Hessen ein Handy-Verbot an Schulen durch (>>> wir berichteten).

Doch schon jetzt kommt es für viele Schüler knüppeldick: An der Schiller-Schule in Bochum wird laut WAZ bereits nach den Osterferien 2025 ein striktes Handyverbot eingeführt.

Handy-Verbot in Bochum: Schule verweist auf Pisa-Studie

Das Gymnasium bestätigte auf Anfrage, dass alle Schüler ab der Schranke vor dem Schulhof ihr Smartphone ab sofort ausstellen müssen. Eine Ausnahme gilt nur für die Oberstufe, aber auch hier ist das Handy nur nach der sechsten Stunde erlaubt. Wer sich nicht an die neuen Regeln hält, muss mit Konsequenzen rechnen: Das Handy wird sofort eingezogen und im Sekretariat hinterlegt – bis zum Ende des Schultages.

Im Wiederholungsfall müssen die Eltern das Handy abholen. Die Entscheidung für das Handy-Verbot war nicht ohne Diskussion. Bereits Anfang Februar stimmte im Schülerparlament noch eine Mehrheit von zwei Dritteln gegen das Verbot, wie aus einem Protokoll der Elternpflegschaft hervorgeht. Dennoch setzte sich die neue Regelung schließlich durch.

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Die Schiller-Schule in Bochum verweist in Bezug auf die Entscheidung auf die negativen Auswirkungen, die Smartphones auf den Schulalltag und das Lernen haben. Studien, darunter die Pisa-Studie aus dem Jahr 2022 und eine Untersuchung der Universität Augsburg, belegen, dass Schüler, die ihr Smartphone während des Unterrichts nicht ständig griffbereit haben, deutlich bessere schulische Leistungen erzielen.

Auch die Social-Media-Nutzung unter Kindern und Jugendlichen ist enorm. Die Studie zeigt, dass ein Drittel der Befragten nervös wird, wenn ihr Handy in der Nähe ist, und ein Viertel fühlt sich unter Druck, während des Unterrichts Nachrichten zu beantworten. Genau hier möchte das Gymnasium mit der neuen Regelung ansetzen und diesen Störungen entgegenwirken.

Medien werden weiterhin im Unterricht genutzt

Bis zu den Osterferien gilt noch die alte Regelung. Aktuell dürfen Handys nämlich auf dem Schulhof und in der Mensa nicht genutzt werden, und auch Telefonate sind verboten. Lediglich im Flur zwischen den Unterrichtsstunden ist es erlaubt, mal eben eine Nachricht zu lesen. Doch diese Lockerungen fallen nun weg.

Aber keine Sorge: Das Digitale wird nicht aus den Klassenzimmern in Bochum verbannt. Ganz im Gegenteil! „Wenn man die Medien zum Lernen nutzt, ist der Effekt andersrum“, so die Schiller-Schule gegenüber WAZ. Jeder Schüler ist mit einem iPad ausgestattet. „Wir sind auf dem richtigen Weg, digitale Medien weiterhin schulisch zu nutzen“, betonen die Verantwortlichen weiter.


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Doch nicht nur die Schiller-Schule experimentiert mit dem Thema. Auch an anderen Bochumer Schulen wird das Handy-Verbot immer strenger gehandhabt. Welche das sind, kannst du in der WAZ nachlesen.