Erst kürzlich musste sich der Zoo Wuppertal von einem seiner Tiere verabschieden – dabei war er erst im Sommer vorigen Jahres hier geboren worden. Besucher mussten einem Hausyak-Bullen Lebewohl sagen, der bereits seine Reise nach Fürth antrat. Der Grund für seinen Abschied war gefährlich! Mehr dazu liest du hier >>>.
Doch nun kommt es im Zoo Wuppertal erneut zu brenzligen Szenen. Ausgerechnet im Tigergehege konnte der NRW-Tierpark jetzt beunruhigende Beobachtungen machen. Den Pflegern blieb keine andere Wahl.
Zoo Wuppertal: Tiger müssen jahrelang warten
Schon seit 2023 leben die beiden Sibirischen Tiger „Kasimir“ und „Tullia“ im Grünen Zoo Wuppertal. Aber erst kürzlich führten die Pfleger die Raubkatzen zusammen. Der Grund für die lange Wartezeit: Man wollte abwarten, bis die Tiger-Dame Tullia die ersten Anzeichen von Rolligkeit zeigte.
+++ Vorfall im NRW-Zoo! Besucher plötzlich im Tier-Gehege – es kommt, wie es kommen musste +++
Bis dato hatte sich das Tiger-Paar jahrelang nur über das sogenannte Schmusegitter beschnuppern können. Auch wenn Kasimir anfänglich wenig Begeisterung für die Katzen-Dame zeigte, konnten die Tierpfleger zunehmend positive Kontakte am Gitter verzeichnen. Aber vor dem ersten richtigen Zusammentreffen der Raubtiere in einem Gehege war man im Zoo Wuppertal richtig nervös.
Zoo geht großes Risiko ein
Denn wie der Zoo Wuppertal bei Facebook offenbarte, können die ersten Begegnungen – gerade bei den Tigern – schnell brutal enden. „Verstehen Tiger sich nicht gut miteinander, kann es zu aggressiven Auseinandersetzungen kommen, die auch mit dem Tod eines Tieres enden können“, heißt es.
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Die Pfleger wollten es nach den zaghaften Kontakt-Versuchen der beiden Raubkatzen aber dennoch auf einen Versuch ankommen lassen. So wurde der Schieber zwischen den bislang getrennten Anlagen geöffnet und Kasimir und Tullia konnten sich für etwa eine Woche unter ständiger Aufsicht aus nächster Nähe kennenlernen.
Zunächst schien auch alles positiv zwischen den beiden Tigern zu verlaufen. Aber weil Tullia plötzlich keine Anzeichen mehr von Rolligkeit zeigte, kam es zu brutalen Auseinandersetzungen zwischen den Tieren. Die Pfleger des Zoo Wuppertal mussten eingreifen – und trennten die beiden vorerst wieder voneinander.
Doch mit der nächsten Rolligkeitsphase von Tullia soll der nächste Versuch stattfinden. Ob sich die Besucher schon bald über niedliche Tiger-Babys freuen können?