Mit Blick auf die Bundestagswahl 2025 gibt es genau genommen drei Gewinner: Die Union aus CDU/CSU wird als Wahlsieger mit Friedrich Merz wohl den nächsten Bundeskanzler stellen, die Linke legte eine Wahnsinns-Aufholjagd bis auf knapp 9 Prozent hin – und die AfD knackte die 20-Prozent-Marke, holte mehr als doppelt so viele Stimmen wie bei der letzten Bundestagswahl.
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Doch natürlich lohnt sich auch der Blick auf die Ergebnisse einzelner Wahlkreise, um das Ergebnis der Bundestagswahl 2025 besser einordnen zu können. Welche Region sprach sich für welche Partei aus? Auch in NRW wählte nicht jede Gemeinde gleich – und nicht überall wurde die AfD so stark wie auf Bundesebene.
Wie hat NRW am Sonntag gewählt?
In Gelsenkirchen wurde die AfD stärkste Kraft, hauchknapp vor der SPD und der Union. Das könnte auch Auswirkungen auf die Kommunalwahlen im September 2025 mit sich bringen (>> hier mehr dazu). Doch trotz eines bemerkenswerten Zuwachses an Stimmen für die „Alternative für Deutschland“ ist das noch lange nicht das Bild, dass sich in ganz NRW abzeichnet. Von zweistelligen Werten kann die Partei in einzelnen NRW-Wahlkreisen nur träumen.
Bei der Europawahl 2024 schaffte es noch die Stadt Münster in die Schlagzeilen – als letzte „Bastion“, in der die AfD nicht einmal die 5-Prozent-Marke knacken konnte. Das sieht bei der Bundestagswahl 2025 zwar anders aus – aber mit 14.210 Stimmen und 6,9 Prozent (Stand: 24. Februar, 7.40 Uhr) liegt die AfD in Münster noch immer nur auf den hinteren Plätzen. Bemerkenswert: Die Linke holte fast doppelt (!) so viele Stimmen wie die Partei von Alice Weidel & Co.
NRW-Wahlkreis mit den wenigsten AfD-Wählern
Die wenigsten Stimmen (Stand: 24. Februar, 7.40 Uhr) konnte die AfD dagegen im Wahlkreis Köln II ergattern. 13.444 Wähler machten ihr Kreuz bei der in Teilen als rechtsextrem eingestuften Partei ihr Kreuz. Damit landet die AfD mit 6,3 Prozent nur 0,3 Prozentpunkte vor der FDP.
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Gegen die Linke hat die Weidel-Partei auch hier keine Chance. Die wieder erstarkten Linken holten im Wahlkreis Köln II mit 13,4 Prozent mehr als doppelt so viele Stimmen wie die AfD.