Die Corona-Pandemie ist offiziell vorbei. Doch hat die Zeit uns allen gezeigt: Im Ernstfall wären wir auf die nächste große Krankheitswelle kaum vorbereitet. Vor allem das Gesundheitssystem weist gewaltige Lücken auf. Auch die Stadt Essen hatte die Pandemie vor große Herausforderungen gestellt.
Jetzt, nachdem Corona zu einer Randerscheinung geworden ist, will die Stadt einen Plan austüfteln, um für die nächste Pandemie besser gewappnet zu sein. Das Ergebnis wurde nun präsentiert.
Essen bereitet sich für nächste Pandemie vor
Der neue Kernpandemieplan gibt einen genauen Zeitplan vor, welche Phasen in der Pandemie durchlaufen werden und was in jeder Phase an Maßnahmen zu treffen sein wird. Es wurden dezidierte Handlungsanweisungen an die jeweiligen Stellen der Stadtverwaltung aufgelistet, beginnend von ersten Erkrankungen mit pandemischem Potenzial bis hin zu mehreren täglich auftretenden Fällen.
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Im Kern geht es darum, „Entscheidungen nicht erst zu treffen, wenn die Notlage bereits eingetreten ist“. Im Ernstfall soll ein Lagezentrum gegründet werden. Die Struktur des zuständigen Teams, alle internen Prozesse bis hin zu Handzetteln mit genauen Aufgaben wurden bereits ausgearbeitet.
Essen will Pandemieplan 2025 abschließen
„Darüber hinaus wird die wichtige Zusammenarbeit mit beispielsweise der Feuerwehr oder dem Ordnungsamt beschrieben. Auch die Information und Kommunikation von und mit Bürgerinnen*Bürgern ist Teil der Planung“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Sie sei sogar schon so weit, Szenarien für mögliche weitere Pandemien zu entwickeln. Dazu orientiere sie sich an den Einschätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu aktuell grassierenden Krankheiten.
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Dabei geht es natürlich zunächst darum, vor allem die Infektionszahlen zu reduzieren. Des Weiteren wird über die verschiedenen Möglichkeiten der Probennahme, der Planung einer Impfkampagne und der Information der Bürger entschieden. Weiterhin geht es darum, welche Maßnahmen für Risikogruppen getroffen werden können oder für Gemeinschaftseinrichtungen, in denen es zu Ausbrüchen kommen könnte.
„Die Pandemieplanung soll zum Ende des Jahres abgeschlossen sein und dient dann als Grundgerüst für einen dauerhaft fortgeführten Prozess der Aktualisierung, Evaluierung und Übung.“ Wer sich den Plan im Detail durchlesen möchte, findet diesen auf der Webseite der Stadt als PDF vor.