Veröffentlicht inDuisburg

Duisburgerin will Mordopfer (19) gedenken – plötzlich erhält sie herzlose Post von Vivawest

Nach einem brutalen Femizid will eine Duisburgerin dem 19-jährigen Mordopfer gedenken. Aber Vivawest hat was dagegen und schickt herzlose Post.

© IMAGO/Funke Foto Services

Das ist die Stadt Duisburg

Das sind die Sehenswürdigkeiten und einige wichtige Fakten über Duisburg.

Eine Duisburgerin kann nicht fassen, was passiert als sie ihrer getöteten Nachbarin (19 Jahre) gedenken möchte. Eigentlich wollte sie nur ein kleines Erinnerungszeichen setzen. Doch dann erhielt die Anwohnerin plötzlich Post vom Wohnungsanbieter Vivawest und die gehört klar in die Kategorie herzlos.

Duisburg: Brutaler Angriff fordert Mordopfer

Nach Informationen der WAZ kam es im Oktober 2023 zu einer Gewalttat, die viele Duisburger entsetzt hat. Der 25-jährige Skender A. steuerte absichtlich mit seinem Mercedes auf seine 19-jährige Frau Alia A. und den gemeinsamen Sohn (17 Monate) zu und fuhr sie um. Anschließend stieg der Mann aus dem Wagen. Dann schlug und tritt er auf Alia A. ein. Auslöser war wohl, dass der 25-Jährige von seiner Frau verlassen wurde.

+++ Zoo Zajac in Duisburg sorgt mit Ebay-Angebot für Aufsehen +++

Einen Tag später ist die junge Frau im Krankenhaus verstorben. Wahrscheinlich durch die brutalen Schläge und Tritte von Skender A. Noch tagelang danach kämpften die Ärzte um das Leben des gemeinsamen Sohnes. Der Säugling überlebte schlussendlich.

Duisburgerin setzt ein Zeichen und bekommt Ärger

Der brutale Mord spielte sich laut WAZ in der Oswald-Straße in Vierlinden ab, direkt vor einer Garage, die eine Duisburgerin von Vivawest angemietet hat. Als Erinnerung an das Opfer des Femizids, hat die Frau eine Lampe an der Garage angebracht. Und genau dafür Ärger mit ihrem Vermieter bekommen. Das Verhalten hat die Duisburgerin so entsetzt, dass sie einen anonymen, aber offenen Brief an Vivawest geschrieben hat.

„Brutal wurde eine junge Frau durch einen sinnlosen Femizid aus dem Leben gerissen. Zum Gedenken an das Opfer sowie an diese schreckliche Tat haben wir mit nur einem Bohrloch eine Laterne an dieser Garage angebracht. Damit dort immer ein Licht für sie brennt (natürlich eine LED-Kerze/Brandschutz)“, erklärt sie in dem Brief.


Mehr News:


Dann aber habe sie kurz vor Weihnachten einen Brief von ihrem Vermieter erhalten. Mit dem Tenor, dass die Lampe wieder abmontiert werden soll. „Ansonsten würde diese entfernt und die entstandenen Kosten ihr in Rechnung gestellt. Ich rief direkt bei euch (Vivawest) an, denn ihr wart darüber informiert, warum diese Laterne angebracht wurde. Ich erinnere mich genau an eure Begründung. Die Laterne passt nicht ins Wohnbild“, so die Anwohnerin weiter.

„Jetzt werde ich euch den Rücken zukehren und meinen Mietvertrag kündigen, denn dieses Verhalten ist für mich inakzeptabel und herzlos“, entscheidet die Frau. Der offene Brief bei Facebook wurde von vielen Menschen geteilt und erhielt viel Zustimmung. Welche besondere Reaktion von Vivawest darauf folgte, kannst du hier im kompletten Artikel der WAZ nachlesen.