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Duisburg: Taskforce räumt Wohnungen in Marxloh – es besteht Lebensgefahr für Anwohner!

In Duisburg hat die die städtische Taskforce Problemimmobilien zwei Wohnhäuser in Marxloh geräumt. Für Anwohner bestand Lebensgefahr.

© imago images/Reichwein

Mietschulden? Ab dieser Frist droht der Rauswurf

Wer zu wenig oder keine Miete zahlt, dem droht der Rauswurf aus der Wohnung. Wer das vermeiden will, sollte bei der Zahlung diese Frist einhalten.

Dort, wo gefährliche, bauliche Mängel vermutet werden, rückt die Taskforce Problemimmobilien in Duisburg an. Auf Bürgerbeschwerden oder Hinweisen von besorgten Nachbarn folgt ein unangekündigter Einsatz, bei dem die Beschwerden kontrolliert werden. Wird dabei eine Gefahr für die Bewohner erkannt, greift die Taskforce ein.

So auch am vergangenen Montag (29.01.) im Duisburger Stadtteil Marxloh. Ganze zwei Wohnhäuser mussten geräumt werden. Ein Hausbesitzer äußerte sich gegenüber der „WAZ“ über diese Aktion.

Duisburg: Taskforce räumt zwei Wohnhäuser

38 Personen, darunter 13 Minderjährige, waren von der großen Räumungsaktion betroffen – für sie bestand Lebensgefahr. Bei der Begutachtung der beiden Wohnhäuser stellten die Inspekteure schnell eine Reihe von Gefahren fest: Unter anderem defekte Wohnungstüren, fehlende Fluchtwege und Entrauchungsmöglichkeiten im Treppenhaus. Deshalb musste die Taskforce sofort eingreifen. „Die Vielzahl der Mängel und vor allem die erheblichen brandschutzrechtlichen Mängel führten zur sofortigen Nutzungsuntersagung“, erläuterte Stadtsprecher Sebastian Hiedels dazu.


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Eines der beiden Häuser, um das es geht, an der Franz-Julius-Straße/Hagedornstraße, macht einen maroden Eindruck. Der Besitzer hatte das Haus vor zwei Jahren gekauft und wollte es kernsanieren, wie er gegenüber der Redaktion der „WAZ“ erzählte. Doch seine Mieter machten dem Duisburger einen Strich durch die Rechnung.

Mieter zerstörten die Wohnungen

Schon beim Kauf des Gebäudes wäre einiges defekt gewesen. Der Hausbesitzer erzählte, er hätte schon einiges an den Wohnungen gemacht. Doch die Mieter verhielten sich alles andere als löblich: „Statt den Schlüsseldienst anzurufen, haben sie die Türen aufgebrochen, wenn sie den Schlüssel vergessen haben“, berichtete er. Den Albtraum eines jeden Vermieters. Auch Waschbecken oder Steckdosen wurden von den Mietern mutwillig zerstört.


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Nachdem der Duisburger die Mieter in den acht Wohnen nicht herausbekam, hatte er sogar über eine Räumungsklage nachgedacht. „Deshalb bin ich der Taskforce echt dankbar. Jetzt sind die Wohnungen frei und ich kann das Haus kernsanieren“, resümierte er über die Räumungsaktion. Wie es weitergehen wird, kannst du in diesem Artikel der „WAZ“ nachlesen.