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Duisburg: So schmeckt der Döner aus dem Linienbus

In Duisburg kann man Döner im Linienbus essen. Ob sich der kulinarische Ausflug lohnt und wie der Döner schmeckt: Wir haben es getestet.

© Challen Goehrke / DER WESTEN

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Die Duisburger staunen nicht schlecht: Seit dem 07. Februar steht in der Friedrich-Ebert-Straße 508 ein Linienbus. Zunächst gar nicht so ungewöhnlich, doch schaut man sich den Bus genauer an, merkt man schnell: Hiermit werden keine Personen mehr transportiert, sondern lecker geschlemmt. Auf der Karte: Döner, Köfte, Lahmacun und Pommes.

Das Familienunternehmen kam eines Tages auf die verrückte Idee. Der Imbiss an der Straße brauchte Sitzplätze, doch es sollte nicht gebaut werden. Die Lösung: Ein ausrangierter Linienbus.

Gekauft auf einem Online-Portal, wurde der Bus dann in Eigenregie umgebaut. Die ursprüngliche Substanz sollte bleiben, nur ein paar Tische, Deko und ein Radio laden nun zum Schlemmen ein.

Duisburg: Döner aus Linienbus

Sechs Tage die Woche hat der Imbiss in Duisburg bis 22 Uhr geöffnet, Montag öffnet der Bus seine Türen nicht. Das Angebot muss sich laut den Besitzern zwar noch etwas verbreiten, doch das Gefährt zieht auf jeden Fall viele Augen an. Besonders kultig: Neben dem Bus befindet sich auch eine originalgetreue Bushaltestelle. Das rundet den Charme nicht nur ab, sondern soll im Sommer auch zukünftig zum Sitzen einladen.

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DER WESTEN hat das sich das Menü mal genauer angeschaut. Neben Döner gibt es auch Klassiker wie Köfte, türkische Pizza und Pommes. Die Preise variieren zwischen 2,50 für eine kleine Pommes bis 9,90 Euro für einen Döner-Teller. Finanziell ist der Döner-Bus also voll auf der Spur, doch wie schmeckt der Klassiker aus dem rollenden Gefährt?

Duisburg: So schmeckt der Döner aus dem Linienbus Foto: Challen Goehrke / DER WESTEN

Wir haben uns den Klassiker mit Fleisch und eine vegetarische Variante bestellt. Was hier leider direkt auffällt: Ein explizit fleischloses Gericht gibt es im Menü noch nicht. Im Döner-Bus ist man aber flexibel: Auf Nachfrage werden uns verschiedene Optionen mit Pommes oder Käse angeboten. In Zukunft sollen aber auch Falafel als Veggie-Option auf der Karte auftauchen.

Mit dem Döner auf dem Tablett ging es dann ab in den Bus. Hier kann man es sich zwischen liebevoller Tischdeko, Kissen und Decken auch bei schlechtem Wetter gemütlich machen. Heizstrahler sorgen für angenehme Temperaturen beim Essen und ein Radio im Hintergrund sorgt für gute Laune.


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Der Döner aus dem Bus überzeugt allemal – auch, wenn man dabei nicht von einer Geschmacksexplosion sprechen kann. Der Salat ist frisch und knackig, das Fleisch zart und auch das Brot kann sich sehen lassen. Ein bisschen weniger Salz würde dem leckeren Gemüse noch mehr Raum geben, ist aber am Ende die eigene Geschmackssache.

Wir finden, dass das Menü noch erweitert werden könnte. Mit einer vegetarischen Option wäre die ganze Erfahrung rund. Doch auch mit kleinem Abzug bei der Auswahl ist und bleibt das Schlemmen im Bus einfach richtig kultig.