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Dortmund: Auto trotz Behinderten-Symbol abgeschleppt – Vater eines schwerbehinderten Sohns tobt

Der Vater eines schwerbehinderten Sohnes hat in Dortmund jede Menge Parkplatz-Ärger. Doch die Stadt sieht das anders.

© IMAGO/Bihlmayerfotografie

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Eigentlich sollte dieser Tag unvergesslich für einen Vater und seinen schwerbehinderten Sohn aus Dortmund werden. Sie hatten tolle Pläne.

Doch die Stadt Dortmund machte ihnen ganz schnell einen Strich durch die Rechnung. Denn das Auto des Vaters wurde trotz eines Behinderten-Symbols abgeschleppt. So stand er mit seinem schwerbehinderten dreijährigen Sohn erst mal in der Kälte. Und so wurde der Tag wirklich unvergesslich – aber im negativen Sinne.

Dortmund: Trotz Behinderten-Symbol abgeschleppt

Andreas van Zwol aus Dortmund wollte am 7. Dezember 2024 eigentlich mit seinem erst dreijährigen und schwerbehinderten Sohn den hiesigen Weihnachtsmarkt besuchen. Dafür parkte er sein Auto gegen 18 Uhr auf einem Parkplatz an der Hansastraße 20. Diesen hatte er schon häufiger benutzt, da er bisher mit dem Rollstuhlsymbol auf dem Boden und dem passenden Straßenschild gekennzeichnet war. Doch bei der Rückkehr gegen 19.30 Uhr war das Auto plötzlich weg, wie die „Ruhr Nachrichten“ berichten. Schließlich wurde klar, dass der Wagen abgeschleppt wurde.

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Doch die Frage nach dem Warum stand im Raum. War der Parkplatz doch bisher ein gekennzeichneter Behindertenparkplatz. Aber das hatte sich anscheinend in der Zwischenzeit geändert. Aufgrund des Weihnachtsmarkts in Dortmund mussten nämlich einige Taxistände gesperrt werden, wodurch diese auf andere Parkplätze umgelegt wurden. Und in diesem Falle ausgerechnet auf einen Behindertenparkplatz.

War die Beschilderung eindeutig?

Das Ganze wurde zwar auch gekennzeichnet, aber anscheinend nicht eindeutig genug. Das Verkehrsschild wurde mit einem Müllsack verdeckt, doch das Rollstuhlsymbol auf dem Boden war immer noch zu sehen. Und das neu hinzugefügte, provisorische Taxischild war mehr oder weniger hinter einem Pfeiler versteckt. Je nach Fahrtrichtung. Andreas van Zwol ist sich sicher, dass er so die Änderung des Parkplatzes in Dortmund nicht wahrnehmen konnte.


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Für ihn rumgekommen sind dabei 40 Euro Bußgeld plus satte 395 Euro fürs Abschleppen. Außerdem musste der Vater mit seinem schwerbehinderten Sohn in der Kälte stehen, bis sich die ganze Situation aufgeklärt hat. Kein schönes Erlebnis! Eigentlich hatte sich van Zwol daher eine Entschuldigung der Stadt erhofft und möglicherweise auch eine Rückerstattung der Kosten. Doch Stadt bzw. Ordnungsamt sind sich sicher, dass die Beschilderung gut sichtbar und eindeutig war. Vor allem, weil Bodenmarkierungen allein keine rechtliche Wirkung hätten.