In einigen europäischen Ländern ist es bereits streng geregelt, in Deutschland wird seit Jahren darüber diskutiert: Ein Handy-Verbot an Schulen! Jugendliche sollen sich mehr auf Lerninhalte und das soziale Miteinander konzentrieren – anstatt privat nonstop auf dem Smartphone zu daddeln.
Doch jetzt wird das Thema auch in der Bundesrepublik ernst. Hessen setzt ab dem kommenden Schuljahr 2025/26 ein Handy-Verbot an Schulen durch – in NRW darf das nach aktuellem Stand jede Schule für sich selbst entscheiden. Die Schiller-Schule in Bochum hat das getan – und will schon nach den anstehenden Osterferien ein Smartphone-Verbot einführen.
Das bewegt natürlich nicht nur die Schüler in Bochum – sondern auch deren Eltern…
Bochumer Schule erlässt Handy-Verbot
Ab der Schranke zum Schulhof der Bochumer Gymnasiums gilt nach den Osterferien das Handy-Verbot: Smartphones müssen ausgeschaltet werden. Und zwar den ganzen Schultag lang! Wer sich nicht daran hält, muss das Handy abgeben und kann es nach der letzten Unterrichtsstunde im Sekretariat wieder abholen. Im Wiederholungsfall müssen sogar die Eltern anrücken. Die einzige Ausnahme: Oberstufen-Schüler dürfen das Gerät nach der sechsten Stunde auch auf dem Schulgelände verwenden.
Auch DER WESTEN berichtete über die Entscheidung der Bochumer Schiller-Schule, die bei einer Abstimmung im Februar noch von zwei Dritteln des Schülerparlaments abgelehnt wurde (>> hier mehr lesen).
So denken Eltern über das Handy-Verbot
Dass der Beschluss nicht nur die betroffenen Schülerinnen und Schüler emotionalisiert, sondern auch ihre Eltern, wird in den Kommentaren der DER-WESTEN-Leser deutlich, die unsere Berichterstattung via Facebook kommentierten. Von ihnen erhielt das Handy-Verbot Kritik und Lob gleichermaßen.
Ein Auszug aus der Diskussion:
- „Ich fände es gut, so würden sich die Schüler wieder mit sich selber auseinandersetzen.“
- „Völlig daneben. Jeder hat das Recht auf ein Handy, nur sollte es nicht im Unterricht benutzt werden. Aber in der Pause völlig okay.“
- „Vernünftig. Die Kids hängen eh 24/7 am Handy rum, nur TikTok, Instagram etc. Auch sollten die Eltern von heute mehr darauf achten, dass ihre Kinder nicht nur am Handy sind.“
- „Als Lehrer: Ist mir Jacke wie Hose. Sollen sie. Stichwort: Informationssuche.“
- „Ich musste meiner Tochter (11) jetzt auch ein Handy kaufen, die Mitschüler haben alle schon ein Handy. […] Es wird in Schulen schon genug Mobbing betrieben, die Nutzung von Handys fördert dieses auch noch. Ich bin für ein Verbot.“
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Bis zum 28. April 2025, haben Schüler und Eltern in Bochum Zeit, sich zu überlegen, wie sie mit dem Handy-Verbot an der Schiller-Schule umgehen. Denn dann geht in NRW nach den Osterferien wieder die Schule los.