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FC Schalke 04: Tillmann kündigt weitere Maßnahmen an – „Alternativlos“

Beim FC Schalke 04 will der neue Vorstandsboss Matthias Tillmann weitere Maßnahmen zur Kosteneinsparung ergreifen.

© IMAGO/Sven Simon

Schalke 04: Die Talfahrt des Traditionsvereins bis in die 2. Liga

Der FC Schalke 04 ist einer der großen Traditionsvereine in Deutschland. In der ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga belegen die Königsblauen Platz sieben. Sieben Mal wurden die „Knappen“ Deutscher Meister, zuletzt 1958.

Seit Jahresbeginn ist Matthias Tillmann neuer Vorstandsvorsitzender des FC Schalke 04. Erste Maßnahmen wie die Anhebung der Bierpreise und die Verpflichtung neuer Sponsoren hat der 40-Jährige bereits umgesetzt. Weitere sollen nun folgen.

In einem großen Interview auf der Homepage des FC Schalke 04 klärt Matthias Tillmann jetzt über seine Pläne für den Klub auf. Er kündigt dabei an, dass er harte Entscheidungen treffen wird, um den Verein finanziell wieder besser aufzustellen.

FC Schalke 04: So will Tillmann den S04 gesund wirtschaften

Tillmann will den FC Schalke 04 in den nächsten Jahren zurück in die Bundesliga führen – und das nachhaltig. „Um dies möglich zu machen, werden wir die Strukturen im Verein anpassen, insgesamt schlanker sein und fokussierter agieren. Ganz konkret geht es darum, Erlöse zu steigern, Sach- und Personalkosten einzusparen und wieder mehr finanziellen Spielraum zu generieren“, erklärt er.

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Der neue S04-Boss betont: „Ich denke, dass Maßnahmen zur schrittweisen Verschlankung der Struktur und die damit verbundene Steigerung der Profitabilität alternativlos sind.“ Jede offene Stelle soll hinterfragt und nicht jede Position nachbesetzt werden. Alle Bereiche werden laut Tillmann dazu aufgefordert, sich Gedanken zu machen, wie man effizienter arbeiten kann. Zudem gehe es auch um steigende Einkaufspreise und Kosten.

Die Bierpreise im Stadion wurden beispielsweise schon angehoben. Er erklärt, wieso der Schritt unumgänglich war: Ein nicht ganz schmerzfreier Schritt – gerade für unsere Fans, das wissen wir natürlich. Hier kann ich aber gern ein Beispiel geben, das diesen Schritt erklärt: Seit 2019 sind die Kosten für Bier, nicht nur bei uns, sondern auch in der Kneipe nebenan, um rund 20 Prozent gestiegen. Vor der kürzlich eingeführten Preiserhöhung hatten wir in der VELTINS-Arena die Preise aber nur um 9,5 Prozent angepasst – so etwas ist in unserer Situation nicht wirtschaftlich.“

Weitere Preissteigerungen nicht ausgeschlossen

Das gelte auch für andere Bereiche, in denen teils massive Kostensteigerungen nicht weitergegeben wurden. „Deshalb werden wir auch über Preisanpassungen in anderen Bereichen nachdenken müssen“, stellt Tillmann klar. Er betont aber auch: „Für uns ist dabei aber klar, dass wir gleichzeitig Maßnahmen ergreifen müssen, die unseren Fans spürbar zu Gute kommen werden. Diese werden aktuell entwickelt.“


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Dies sei allerdings nicht der einzige Bereich, wo man ansetzen wolle. Die „interne Sachkostenreduktion“ sei ein weiter Schritt, so Tillmann. Der Plan ist es, Kosten zu reduzieren, um im Sport langfristig erfolgreich zu sein. „Nur wenn der Verein nachhaltig aufgestellt ist, können wir langfristig erfolgreich sein und Investitionen in unser Kernprodukt, den Sport, stabil halten und wenn möglich erhöhen“, erklärt der S04-Boss.