Vor kurzem hieß es noch: Auf gar keinen Fall! Doch jetzt plötzlich wendet sich das Blatt für das Phantasialand…
Obwohl der Freizeitpark in Brühl (NRW) zuletzt jährlich rund zwei Millionen Besucher anlockte, sind sich die Chefs des Phantasialands offenbar nicht sicher, ob man mit den Trends und Entwicklungen in der Branche noch lange mithalten kann. Deshalb schmiedet der Park große Pläne – ganz nach dem Motto: Mehr ist mehr!
Zunächst stieß das Phantasialand bei der SPD Brühl, die vor Ort den Bürgermeister stellt, mit seinem Vorhaben jedoch auf taube Ohren. Bis jetzt…
Phantasialand: Kann der Ausbau kommen?
Die Betreiber des Phantasialands sind sich einig: der Park muss größer werden! Ein Aquapark-Hotelresort soll gebaut werden, eine Theater- und Konzerthalle gleich mit dazu. Das Ziel: Zahlungskräftige Gäste sollen dazu bewegt werden, gleich mehrere Tage am Stück im Phantasialand zu bleiben.
Doch wo sollen die ganzen Neubauten hin? Es ist ja nicht so, als ob es auf dem Phantasialand-Gelände massig freie Bauflächen geben würde. Nun, die Chefs des Parks haben da auch schon eine Idee: Ein dreieckförmiges Areal zwischen der L194 im Norden, der A553 im Süden und dem bestehenden Phantasialand-Gelände im Osten soll dem Park hinzugefügt werden.
15 Hektar Wald plattmachen für ein größeres Phantasialand? Na ja – so einfach geht das nicht. Denn die angepeilte Fläche steht unter Naturschutz. Entsprechend zurückhaltend reagierten die SPD Brühl sowie einige Umwelt-Initiativen auf die Pläne des Phantasialands.
SPD Brühl mit klaren Forderungen
Doch am Samstag (22. März) folgte plötzlich die Wende: Auf der Mitgliederversammlung der SPD Brühl sprach sich nun doch eine Mehrheit dafür aus, die Gespräche über eine Erweiterung des Phantasialands zumindest mal zu unterstützen. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.
„Das Phantasialand ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Brühl“, betont der lokale Parteivorsitzende Karim Hayit. „Wir sehen die Chancen, aber auch die Herausforderungen einer möglichen Erweiterung und wollen eine Lösung, die sowohl den Freizeitpark als auch die Interessen der Stadt und ihrer Bewohner berücksichtigt“.
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Auch der SPD-Bürgermeister-Kandidat Bernhard Schumacher steht einem Ausbau grundsätzlich positiv gegenüber – aber macht deutlich: „Eine Erweiterung darf nicht zulasten der Natur und bestehender sozialer Strukturen gehen.“ Das Biotop Ententeich und der lokale Kleingartenverein dürfen demnach nicht angerührt werden – und für die zu erwartenden, steigenden Besucherzahlen müsse man ein Verkehrskonzept entwickeln, um Anwohner zu entlasten.