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NRW: Gertrud hat vor ihrem Tod nur einen Wunsch – er könnte kaum trauriger sein

Gertrud aus NRW möchte vor ihrem Tod nur noch eines. Der Wünschewagen erfüllt der Seniorin den traurigen Wunsch.

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Einmal noch das Meer sehen - der Essener Wünschewagen nimmt Todkranke mit auf Reisen

Sie wollen das Meer sehen, einen Theaterbesuch erleben oder zur Hochzeit ihrer Enkel - der Essener Wünschewagen erfüllt die letzten Wünsche von todkranken Menschen.

Das Wünschewagen-Team aus NRW hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Sterben liegenden Menschen einen letzten Wunsch zu erfüllen. Dabei stellen die ehrenamtlichen Helfer immer wieder fest, dass es doch meist die vermeintlich kleinen Dinge sind, die den Betroffenen in der letzten Zeit ihres Lebens ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Dieses Mal erfüllten die Mitarbeiter der ASB-Wünschewagens aus NRW den Wunsch von Gertrud (Name geändert). Ihr Wunsch ist ein ganz besonders trauriger: Die Seniorin wollte nämlich die Beerdigung ihres Ehemannes besuchen.

NRW: Gertrud hat vor ihrem Tod nur noch einen traurigen Wunsch

In einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform Facebook berichtet das Wünschewagen-Team aus NRW von Gertruds letztem Wunsch. „Im Februar begleiteten Sonja, Peter und Meinolf vom ASB-Wünschewagen aus Westfalen ihren Fahrgast Gertrud zur Beerdigung ihres Ehemannes“, heißt es in dem Post.


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Ein Mitarbeiter berichtet von dem Tag, der „trotz des traurigen Anlasses (…) in gelöster Stimmung“ stattfand. Der Mitarbeiter des Wünschewagens erzählt: „Die Pastorin begann ihre Trauerrede mit einem Gedicht der jüdischen Dichterin Mascha Kaléko, das uns alle sehr berührte.“ Anschließend erzählte sie von dem Leben des Verstorbenen und obwohl die Wunscherfüller den verstorbenen Ehemann von Gertrud nicht kannten, „entstand ein sehr schönes Bild von seinem Leben.“

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Gertruds letzter Wunsch konnte erfüllt werden

Der Wunscherfüller berichtet außerdem von dem anschließenden Kaffeetrinken im Kreise von Freunden und Angehörigen. Dabei „unterhielten sich alle angeregt und Gertrud hatte sichtlich ihre Freude daran, sie alle zu sehen.“ Im Nachhinein begleitete das Team die Seniorin wieder zurück ins Hospiz.


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Nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für die Facebook-Follower des Wünschewagens war der Einsatz sehr emotional. „Hab jedesmal Tränen in den Augen, wenn ich von euch lese“, schreibt eine Nutzerin unter den Beitrag. „Wirklich eine tolle und wertvolle Arbeit, die ihr macht“, kommentiert eine weitere Userin.