Erschreckende Statistik aus NRW! Nicht nur die Messer-Gewalt hat in unserem Bundesland zugenommen.
Die gute Nachricht zuerst: Die Kriminalität ist in NRW insgesamt gesunken. Aber: Ausgerechnet die Zahl der Morde und Mordversuche als schwerste Straftaten nahm zu! Das geht aus der jetzt veröffentlichten Kriminalitätsstatistik für 2024 hervor.
NRW: 2024 wurden 493.000 Verdächtige ermittelt
Die Zahl der Morde und Mordversuche stieg um fast 16 Prozent von 154 auf 180 Fälle. In 124 Fällen blieb es beim Versuch. Insgesamt war die Gewaltkriminalität aber leicht rückläufig (minus 0,4 Prozent). Wichtig: Es werden Tatverdächtige erfasst – nicht alle von ihnen sind schuldig, geschweige denn werden verurteilt!
+++NRW: Neues Verbot in Cafés erhitzt die Gemüter – „Sollen froh sein“+++
2024 wurden 493.000 Verdächtige ermittelt – das waren 2,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße lag der Anteil nicht-deutscher Verdächtiger bei 35,6 Prozent. Trotz Zunahme des Ausländeranteils der Bevölkerung ging die Zahl der ausländischen Tatverdächtigen zurück.
Zahl von Messer-Straftaten stieg auf 21 Prozent
Zwar sank in allen Altersgruppen die Zahl der Verdächtigen. Doch diese Zahl macht betroffen: Bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung nahm die Zahl der tatverdächtigen Kinder (plus 8,5 Prozent) und Jugendlichen (plus 2,1 Prozent) weiter zu. Der Rückgang der Rauschgiftkriminalität um 34 Prozent dürfte an der Teillegalisierung von Cannabis liegen.
Die Zahl von Messer-Straftaten stieg um 21 Prozent auf fast 7.300 Fälle – Drohungen eingeschlossen. „Unsere Polizeibehörden haben im Herbst damit begonnen, die Maßnahmen gegen Messergewalt umzusetzen. Ich hoffe, dass wir im kommenden Jahr hier also erste positive Effekte sehen und diese Messergewalt eingedämmt bekommen. Ansonsten müssen wir nachsteuern“, sagt NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU).
Mehr Themen und News haben wir hier für dich:
„Alarmsignal für die Sicherheit in unserem Land“
Die Opposition im Landtag forderte Konzepte unter anderem zur Bekämpfung von Stichwaffenangriffen. Die FDP-Fraktion verwies auf die gestiegene Zahl der Morde als ein „Alarmsignal für die Sicherheit in unserem Land“. Auch die gestiegene Zahl von Messerangriffen verdeutliche ein gravierendes Sicherheitsproblem. (mit dpa)