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NRW-Stadt fällt auf Betrüger-Schreiben rein – mit fatalen Folgen

Eine NRW-Stadt ist auf eine fiese Betrugsmasche hereingefallen. Sie verliert dadurch ganze 400.000 Euro und bleibt auf den Kosten sitzen.

© IMAGO/Panthermedia

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Jeden Tag werden weltweit etliche Milliarden Spam-Mails verschickt. Ein Großteil davon sind sogenannte Phishing-Mails.

Betrüger überlegen sich stetig neue Maschen, um an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Aktuell haben sie es vor allem Sparkassen-Kunden abgesehen. Doch kürzlich landete eine ganze NRW-Stadt im Visier der Verbrecher.

Die Kriminellen haben ein betrügerisches Schreiben versendet, worauf die Stadt hereingefallen ist. Das hatte fatale Folgen. Doch wie genau lief das Ganze ab?

NRW: DIESER Fehler kostet die Stadt 400.000 Euro

Die Stadt Dülmen hat für ihre Feuerwehr zwei neue Fahrzeuge bestellt, wovon die Betrüger offenbar gewusst haben, wie der „WDR“ berichtet. Sie spionierten den Hersteller aus und stellten im Anschluss eine gefälschte Rechnung im Wert von 400.000 Euro aus.

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Genau diese Summe überwies die NRW-Stadt den Betrügern dann auf ein Konto im Ausland. Heißt also: Die Stadt hat 400.000 Euro an Betrüger gezahlt, anstatt die Fahrzeuge tatsächlich zu finanzieren.

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Bürgermeister war „natürlich schockiert“

„Ich war natürlich schockiert, auch mit wie viel krimineller Energie das passiert ist!“, erklärte Carsten Hövekamp, Bürgermeister der Stadt Dülmen dem „WDR“. Vorwürfe mache er seinen Mitarbeitern allerdings nicht.


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Die NRW-Stadt und der Hersteller der Feuerwehrautos teilen sich die Kosten, denn das Geld bekommen sie wohl nicht mehr zurück. „Wir haben versucht, das Geld zurückzuholen – leider vergeblich“, sagte Stadtsprecher André Siemes der „Bild“. Gerade bei externen Mails ist es in jedem Fall sinnvoll, einmal mehr zu prüfen, ob es sich dabei um einen Betrug handeln könnte.

NRW: Sicherheitsmaßnahmen nach Betrug verschärft

Die NRW-Stadt hat die Sicherheitssysteme jetzt verstärkt, wie der „WDR“ berichtet. Ob Betrüger künftig trotzdem noch einmal ihr „Glück“ bei der Stadt Dülmen versuchen? Die Sinne in den zuständigen Abteilungen dürften dafür spätestens jetzt geschärft sein.