Sonntagszuschlag für Brötchen, Croissants und Co.! Ein Bäcker aus NRW dreht an Sonn- und Feiertagen an der Preisschraube, berichtet die „Rheinische Post“.
Demnach müssen Kunden des beliebten NRW-Bäckers demnächst zwischen acht und zehn Prozent mehr auf den Tisch legen als unter der Woche. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.
NRW: Beliebter Bäcker erhebt Sonntagszuschlag
„Wir machen das, weil es einfach sinnvoll ist“, sagt Peter Terbuyken, der das Familienunternehmen Terbuyken mit seinen 30 Filialen in Düsseldorf und Erkrath mittlerweile in vierter Generation leitet. Im Gespräch mit der Zeitung verweist der Geschäftsführer der Handwerksbäckerei auf die angespannte Finanzlage.
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So müssten Bäcker bei bestimmten Produkten so tief in die Tasche greifen wie nie zuvor. Terbuyken verweist etwa auf die Preis-Entwicklung bei Eiern und Butter. Zwischenzeitlich waren auch die Preise für Mehl auf einem Rekordhoch. Außerdem bezahle die NRW-Bäckerei ihre Mitarbeitenden nach Tarif. Damit gehe an Sonntagen ein Zuschlag von 50 Prozent und an Feiertagen sogar 100 Prozent einer.
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Die Löhne stünden nach Angaben des Geschäftsführers nicht zur Debatte. Gutes, motiviertes Personal fällt schließlich nicht einfach so vom Baum. Außerdem findet Terbuyken: „Es ist richtig, dass Menschen, die sonntags und dann auch noch so früh arbeiten, besser bezahlt werden.“
So reagieren Kunden
Den Sonntagszuschlag habe der NRW-Bäcker nun kommentarlos eingeführt. Es habe keinen gesonderten Hinweis an Kunden gegeben und auch auf dem Bon sei der Zuschlag nicht vermerkt. Daraufhin habe es schon die ein oder andere Kunden-Mail gegeben. Nach einer Antwort hätten die jedoch Verständnis gezeigt.
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Zumal der beliebte NRW-Bäcker weiterhin Rabatt-Aktionen anbiete, zum Beispiel über eine App oder eine hauseigene Sparkarte (5 Prozent Rabatt). Des Weiteren habe man eine Bäckerei mit Backwaren vom Vortag eröffnet, wo alles deutlich günstiger sei. Bleibt nur die Frage, ob nun weitere Bäcker in NRW dem Beispiel folgen und ihre Waren Sonntags teurer machen.