Was war das mal wieder für eine Superjeilezick? Millionen von Jecken haben das bunte Treiben beim Karneval in Köln genossen. Vor allem am Rosenmontag strömten unzählige Jecken zum großen Umzug in die Domstadt.
Kinder und Erwachsene kamen dabei voll auf ihre Kosten. Doch ein Video zeigt nun auch die Schattenseiten des Karnevals in Köln.
Karneval in Köln: Video entsetzt – „No-Go“
Schon im Vorfeld hatten Tierschützer kritisiert, dass beim Kölner Rosenmontagsumzug weiterhin echte Pferde eingesetzt werden. Angesichts der extrem lauten Musik, dem lauten Gegröle am Straßenrand und der kilometerlangen Wegstrecke sprach die Tierrechtsorganisation von „jährlichem Missbrauch“ (mehr dazu hier >>>).
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Zwar hat das Land NRW mittlerweile strengere Auflagen für den Einsatz von Pferden bei Karnevalsumzügen erlassen, das betrifft unter anderem Ausweichmöglichkeiten und den Zugang zu Tierärzten. Und auch die Positionierung von Pferden hinter Musikkapellen sei „zu vermeiden“. Doch das sei beim Kölner Karneval nicht in allen Fällen berücksichtigt worden, berichtet Heike Bergmann. „Man sah zweimal Pferde direkt hinter Musikkapellen, was ein No-Go ist“, so die Leitung des Bergheimer Tierheims.
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Stundenlang hatte die Tierheim-Leitung am Rosenmontag die Kamera auf die bemitleidenswerten Tiere gehalten. Das Video zeigt die bittere Realität der endlos gestressten Tiere beim Karneval. Laut Bergmann sehe man „Pferde, die wirklich klatschnass geschwitzt waren, die Augen, die hervortraten, die gescharrt haben, wo man wirklich das Leid erkannt hat.“ Die Bilder seien der Tierheim-Leitung aus NRW sehr an die Substanz gegangen.
„Ein Albtraum“
Der sieben Kilometer lange Weg über sämtliche Beläge sei für die Tiere reiner „Wahnsinn“. Viele Tierfreunde sind angesichts der Bilder entsetzt. „Fand die Wägen mit den Pferden auch ganz schlimm anzugucken. Die Tiere wirken so gestresst“, schreibt eine. „Ein Albtraum. Danke, dass ihr darauf aufmerksam macht.“
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Die Forderung ist klar: „Mein Wunsch, unser aller Wunsch vom Netzwerk für Tiere ist, einen pferdefreien Karneval“, fordert Heike Bergmann. Dass ein Umdenken möglich ist, zeigen andere Städte, wie eine Tierfreundin bemerkt: „Ohne Pferde geht es definitiv auch! Ich war dieses Jahr beim Eschweiler Karnevalszug und dort gab es Pferdefiguren, die vorne auf dem Wagen aufgestellt waren. Fand ich super! Und hat denke ich auch niemanden gestört, dass dort keine echten Pferde vertreten waren!“