Die Eisflation hat auch in diesem Jahr wieder zugeschlagen. Kaum locken die ersten Sonnenstrahlen wieder in die Eisdielen in NRW, vergeht vielen schnell der Appetit auf das kühle Dessert. Die Preise für eine Kugel Eis bewegen sich vielerorts zwischen 1,50 Euro und zwei Euro.
Eine Umfrage in der Essener Innenstadt hat gezeigt: Den Eisfans sind die Preise mittlerweile zu hoch. Mehr als 1,50 Euro wollen die meisten nicht mehr ausgeben. Grund für die hohen Preise ist laut den Betreibern die Inflation. Miete, Nebenkosten und die Lebensmittel werden immer teurer. Daher müssen sie die Preise – auch für eine Kugel Eis – anziehen. Auch im Internet wird sich darüber aufgeregt. Vor allem Kinder würden „übelst abgezockt!“.
NRW: Die Eis-Preise erhitzen Gemüter
Die wütenden Kommentare zum DER WESTEN-Artikel über die Eisflation haben nicht lange auf sich warten lassen. Ein Nutzer denkt dabei vor allem an die, die es sich am wenigsten leisten können. „Das Gemeine an der Sache ist, dass es wieder die Falschen trifft. Jemand, der sein Geld verdient, denkt womöglich rational, verzichtet, und geht zum Supermarkt. Da wird dann Eis in einem 1 oder 2 Literpack gekauft. Und man isst es zu Hause. Ist deutlich preiswerter!“
Vor allem die Jüngsten in NRW könnten das Preisverhältnis oft noch nicht einschätzen und tappen dadurch in die Eis-Preis-Falle. „Doch die Kinder, die mit ihrem Taschengeld losziehen, die denken definitiv nicht rational, und werden in meinen Augen übelst abgezockt!“
Eine Lösung wäre im Sinne des wütenden Users: „In meinem Hinterkopf geistert immer noch die Meinung, dass man nicht das Maximum an einer Kugel verdienen muss. Ist man preiswerter, verkauft man womöglich mehr Eis, als die Konkurrenz, und über die Masse kommt auch das Geld rein.“ Ob das wirklich so einfach ist?
Anscheinend sind viele der Ansicht, dass sich das Eis doch auch einfach zu Hause genießen lasse. „Es gibt ja Packungen in Supermärkten. Die kosten nur einen Bruchteil dessen, was eine entsprechende Menge im Eissalon kostet“, schreibt ein anderer Mann auf „MSN“.
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Die nächste Frau ist dagegen auf der Seite der Eisverkäufer: „Wenn die ihr Eis für die Hälfte verkaufen, obwohl alle anderen Branchen ständig ihre Löhne erhöhen, müssen die Eisverkäufer aufs Amt und mit Bürgergeld aufstocken. Da meckern bestimmt dann auch wieder welche, während sie ihr Billig-Eis schlecken.“
Ganz einig werden sich die Eisfans in NRW bei dem Thema wohl nicht. Die meisten sind aber sparsamer geworden, wenn es um den süßen Snack geht. „Für diese ungesunde „Speise“ solche Preise zu verlangen, ist eigentlich frech. Ist ja doch nur gefrorenes Wasser mit Chemie“, schreiben auch einige Stimmen in den Kommentaren.