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Dieses Bundesland hat das schlechteste Wetter

Das ist bitter! Hier regnet es einfach mal viel mehr als im Rest Deutschlands. Welches Bundesland das schlechteste Wetter hat, erfährst du hier!

Eine Wetterstation zeigt Niederschlag auf einer Wetterkarte mit einem Warnsymbol vor Dauerregen.
Zum schlechtesten Wetter Deutschlands gehört vor allem dauernder Regen. (Symbolbild) Foto: imago images/Norbert Neetz

Das Wetter in Deutschland kann manchmal ganz schön ungemütlich sein. Und je nachdem in welchem Bundesland du dich befindest, ist das Wetter auch noch sehr unterschiedlich. Während bestimmte Bundesländer so gut wie immer mit schönem Wetter glänzen, sieht es in anderen Bundesländern dafür schlechter aus.

Manche Regionen genießen viele Sonnenstunden, während es in anderen Teilen regelmäßig regnet und graue Wolken dominieren. Doch welches Bundesland hat denn nun eigentlich das schlechteste Wetter? Um das zu klären, betrachten wir die Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Was bedeutet eigentlich „schlechtes Wetter“?

Die Definition von schlechtem Wetter ist natürlich subjektiv. Für manche ist es das Regenwetter, das die Laune drückt. Andere sehen den fehlenden Sonnenschein als Hauptfaktor. Im Allgemeinen sprechen wir von schlechtem Wetter, wenn die Sonnenscheindauer gering ist und viele Tage von Regenwetter oder trübem Himmel bestimmt werden. Dabei ist vor allem die Kombination aus wenig Sonnenstunden und hohen Niederschlagsmengen entscheidend – der ständige Wechsel von Regen und Grau lässt kaum Raum für freundliche Tage.

Der Deutsche Wetterdienst betreibt zahlreiche Wetterstationen in allen Bundesländern in ganz Deutschland, um präzise Wetterdaten zu sammeln. Diese Stationen erfassen etwa die Temperaturen, Niederschlagsmengen und die Sonnenscheindauer an den Wetterstationen. In diesen Daten lassen sich die Unterschiede im Wetter zwischen den einzelnen Bundesländern deutlich erkennen. Uns sollen vor allem die Daten über Sonnenstunden und Niederschlagsmengen dabei helfen zu bewerten, in welchem Bundesland das schlechteste Wetter herrscht. Und eines sei vorab gesagt: Ein Bundesland scheint echt Pech zu haben.

Eine verregnete Fensterscheibe vor dem Hintergrund einer Deutschland-Fahne, die im grauem Himmel weht.
Nass und grau – das macht das schlechteste Wetter in Deutschland aus. (Symbolbild) Foto: IMAGO/Dreamstime

So extrem war das Wetter in Deutschland

Schauen wir uns zunächst ein paar wichtige Zahlen aus dem Jahresbericht des Deutschen Wetterdienstes an. Denn das Wetter im Jahr 2023 hatte es ziemlich in sich – Meteorologen schlugen Alarm. „2023 war weltweit ein neues Rekord-Jahr“, heißt es vom Wetterdienst. Gemeint ist jedoch ein besorgniserregender Negativrekord. Deutschland erlebte im Jahr 2023 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetter-Aufzeichnungen. Mit durchschnittlich 10,6 Grad Celsius lag die Temperatur in Deutschland um satte 2,4 Grad über dem langjährigen Mittel. Und nicht nur das! Extrem war im Jahr 2023 auch der viele Regen in Deutschland.

Die Niederschlagsmengen erreichten in Deutschland 958 Liter pro Quadratmeter – das entspricht einem Plus von über 20 Prozent. Das Jahr 2023 war also nicht nur außerordentlich heiß, sondern auch einer der nassesten Jahre seit Messbeginn 1881. Trotz des außergewöhnlichen Regenwetters gab es aber viel Sonnenschein. Insgesamt 1.764 Sonnenstunden erfassten die Wetterstationen, was rund 5 Prozent über dem Durchschnitt liegt. Das Wetterjahr 2023 war laut der Meteorologen geprägt von feucht-warmen Bedingungen, die jedoch zu zahlreichen Wetterextremen führten. Insbesondere der Sommer brachte Hitzerekorde, dazu erfährst du mehr hier: >>> Wetter in Deutschland: DAS ist das heißeste Bundesland in Deutschland.

Das schlechteste Wetter – ein Vergleich der Bundesländer

Der Deutschland-Durchschnitt für die Sonnenscheindauer von 1.764 Sonnenstunden und die durchschnittliche Niederschlagsmenge von 958 Litern pro Quadratmeter gibt uns nun einen Maßstab, um die Wetterlagen in den einzelnen Bundesländern genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir wollen ja wissen: In welchem Bundesland herrscht das schlechteste Wetter?

Für alle, die sich also schon immer mal gefragt haben, in welchem Bundesland man besser nicht den Regenschirm vergessen sollte, haben wir uns die Zahlen des Deutschen Wetterdienstes genauer angeschaut. Nach dem, was die Wetterstationen und Auswertungen der Meteorologen so hergeben, scheint eines jedenfalls klar: Besonders ein Bundesland kommt in Sachen Wetter so gar nicht gut weg.

Heftiger Starkregen bei der EM in Dortmund prasselt auf einen einzelnen Zuschauer auf der Tribüne ein.
Deutschlands Regenwetter macht nicht nur national Schlagzeilen. Foto: IMAGO/ActionPictures

Schlechtes Regenwetter in Norddeutschland

Es ist vielleicht keine Überraschung, dass auch Norddeutschland im Ranking um das schlechteste Wetter mit an der Spitze steht. Hier sorgt die spezielle Wetterlage für viele trübe Tage. Vor allem aber das Bundesland Niedersachsen fällt in Deutschland durch besonders schlechtes Wetter auf.

In puncto Regenwetter ist Niedersachsen auf jeden Fall ganz vorne mit dabei. Hier fiel im Jahr 2023 reichlich Regen. Die Niederschlagsmenge von insgesamt 1.070 Liter pro Quadratmeter ist deutlich höher als der bundesweite Durchschnitt der Niederschlagsmenge – aber noch lange nicht der Spitzenwert! Gleichzeitig landet Niedersachsen auch noch auf dem vorletzten Platz der Sonnenscheindauer.

In diesen Bundländern fällt viel Regen und kaum Sonnenschein

Mit nur 1.655 Sonnenstunden war das Wetter in Niedersachsen 2023 eher schlecht. Das Bundesland hat also viel Regenwetter, wenig Sonnenschein und mit einer Durchschnittstemperatur von 10,8 Grad auch noch eher kühleres Wetter. Keine gute Kombination für Sonnenanbeter. Die trübe Wetterlage sorgt in diesem Bundesland für viele ungemütliche Tage.

Auch weitere Bundesländer in Norddeutschland bleiben von dauerndem Regenwetter nicht verschont. Bremen und Hamburg verzeichnen beide Niederschlagsmengen von knapp über 1000 Liter pro Quadratmeter. Auch die Sonne lässt sich nicht so oft blicken wie anderswo. Bremen landet mit nur 1.670 Sonnenstunden im Jahr 2023 sogar auf dem drittletzten Platz im Vergleich der Sonnenscheindauer zu den anderen Bundesländern. Damit gehört vor allem auch Bremen mit zu den Anwärtern auf das schlechteste Wetter in Deutschland.

Schlechtes Wetter mit Aussicht: Saarland punktet

Noch mehr Regenwetter als in Norddeutschland gab es jedoch in Deutschlands kleinstem Bundesland. Im Saarland fiel laut Wetterdienst im Jahr 2023 eine Niederschlagsmenge von stolzen 1.135 Litern pro Quadratmeter vom Himmel. Allerdings bietet das Bundesland einen kleinen Lichtblick. Damit kann sich das Saarland gerade noch so retten, um nicht als das Bundesland mit dem schlechtesten Wetter gebrandmarkt zu sein.

Mit einer deftigen Sonnenscheindauer von 1.835 Sonnenstunden liegt das Saarland weit über dem deutschen Durchschnitt. Das zeigt, dass in diesem Bundesland zumindest oft noch die Sonne durch die Wolken bricht. Dank der vielen Sonnenstunden ist es im Saarland zudem relativ warm. Die Wetterstationen messen hier einen Jahresdurchschnitt von einer Temperatur von 11,5 Grad Celsius – der höchste Wert der Bundesländer. Die Wetterlage fühlt sich so zwar oft an wie ein regelrechtes Wechselbad, aber zum Titel des Bundeslandes mit dem schlechtesten Wetter reicht es für das Saarland nicht.

Ein Warndreieck warnt vor grauer und regnerischer Wolkendecke vor Dauerregen.
Manche Bundesländer sind regelrecht mit schlechtem Wetter bestraft. (Symbolbild) Foto: IMAGO/Bihlmayerfotografie

Das Verlierer-Bundesland: Hier ist das Wetter am schlechtesten

Aber welches Bundesland schneidet nun im Wetter-Ranking am schlechtesten ab? Wenn man sich die Daten des Deutschen Wetterdienstes ansieht, stellt sich der Verlierer mit Abstand an die Spitze der Bundesländer, was das schlechteste Wetter angeht. Viel Regenwetter, selten Sonnenschein – eine trübe Kombination, die der Region den fragwürdigen Titel des Bundeslandes mit dem schlechtesten Wetter einbringt.

Mit einer enormen Niederschlagsmenge von 1.220 Litern pro Quadratmeter ist Nordrhein-Westfalen das nassesten Bundesland Deutschlands! Dazu kommt noch, dass die Sonne sich hier selten zeigt. Nur 1.645 Sonnenstunden verzeichneten die Wetterstationen im Jahr 2023 in Nordrhein-Westfalen. Damit liegt die Sonnenscheindauer in NRW unter dem bundesweiten Durchschnitt von 1.764 Stunden. Insgesamt hat Nordrhein-Westfalen damit das schlechteste Wetter in ganz Deutschland.

+++ Die ärmsten Bundesländer Deutschlands im Ranking +++

Wetter in NRW gleich doppelt schlecht

Der hohe Niederschlag und die unterdurchschnittliche Sonnenscheindauer machen Nordrhein-Westfalen zu einem der wettertechnisch ungemütlichsten Bundesländer Deutschlands. Wer also sonnige Tage sucht, sollte vielleicht einen weiten Bogen um dieses Bundesland machen. Oder sich zumindest stets mit Regenschirm wappnen. Denn der sollte besonders in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und dem Saarland besser ein ständiger Begleiter sein.

Top 5 Bundesländer mit schlechtestem Wetter in Deutschland

Bundesland
von A-Z
Niederschlagsmenge
in l/m²
SonnenstundenJahres-
Durchschnittstemperatur
2023
in Grad Celsius
Bremen1.0251.67011,1
Hamburg1.0351.71011
Niedersachsen1.0701.65510,8
Nordrhein-Westfalen1.2201.64511,2
Saarland1.1351.83511,5
Deutschland9581.76410,6
Regen und Sonnenschein – So ist das Wetter in deinem Bundesland (Quelle: Jahreswetter 2023; Deutscher Wetterdienst)

Bist du das triste Wetter komplett leid und suchst die Sonnenseite der Bundesrepublik? Wenn du auf der Suche nach einem Ort bist, an dem du das Wetter in vollen Zügen genießen kannst, dann wirst du in diesem Artikel auf jeden Fall fündig: >>> Dieses Bundesland hat das schönste Wetter.